817 Kilometer über der Erde "Sojus"-Rakete bringt Wettersatellit "Metop-C" ins All

Er soll Wettervorhersagen genauer machen und das Klima beobachten: Eine russische "Sojus"-Rakete hat einen neuen Satelliten ins All geschossen.

"Metop-C" (künstlerische Darstellung)
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"Metop-C" (künstlerische Darstellung)


Der Wettersatellit "Metop-C" ist erfolgreich vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet. "Wir haben ein Signal erhalten", sagte Ruth Evans von der Europäischen Wettersatelliten-Organisation Eumetsat rund eine Stunde nach dem Start des Satelliten an der Spitze einer russischen "Sojus"-Rakete am Mittwochmorgen.

Der Satellit soll in einer Umlaufbahn von 817 Kilometern über der Erde zahlreiche Daten messen und sammeln, die die Wettervorhersage und die Klimaüberwachung verbessern. Seine beiden Vorgänger, "Metop-A" und "Metop-B", sind auch noch im All - viel länger als ursprünglich geplant.

Ein Glücksfall für Klimareihen und Wettermodelle: Je mehr Daten es gibt, desto präziser die Vorhersage. Dieter Klaes von Eumetsat rechnet damit, dass die Raumflugkörper gut drei Jahre lang zu dritt im All sind, bis die beiden älteren Satelliten ausfallen werden.

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Den Start von "Metop-C" gegen 3.10 Uhr MEZ hat das Europäische Raumflugkontrollzentrum ESOC in Darmstadt gesteuert. Voraussichtlich in drei Tagen übergibt es die Kontrolle an Eumetsat, das die Satelliten betreibt.

"Metop-C" vor dem Start
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"Metop-C" vor dem Start

Die drei jeweils gut vier Tonnen schweren "Metop"-Flugkörper sind baugleich. "Sie sind aber immer noch auf der Höhe der Zeit", betont Klaes. Die Gesamtumlaufdauer jedes der drei Satelliten beträgt etwas mehr als 101 Minuten. "Jeder wird die Erde 14 Mal pro Tag umrunden und jeden Punkt des Planeten zweimal pro Tag abdecken", sagt Klaes.

Kostenpunkt: 3,2 Milliarden Euro

"Metop-C" hat neun Instrumente an Bord, um Temperatur, Feuchtigkeit, die Zusammensetzung der Atmosphäre, die Meeresoberflächen-Temperatur, Windstärken, -richtung und -geschwindigkeit sowie die Eigenschaften von Wolken zu messen. Wie viel genauer das die Wettervorhersage macht, wird erst klar, wenn die Daten in die Rechenmodelle für die Prognose einfließen.

Das Gesamtprogramm der drei "Metop"-Satelliten ist nach früheren Angaben auf ungefähr 3,2 Milliarden Euro veranschlagt. Das erste von drei Satelliten-Paaren der zweiten Generation soll 2021/22 starten.

Vor knapp einem Monat hatte eine bemannte "Sojus"-Rakete auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS am Weltraumbahnhof Baikonur einen Fehlstart hingelegt. Die Kapsel mit den beiden Raumfahrern Alexej Owtschinin und Nick Hague musste in der kasachischen Steppe notlanden. Laut russischen Ermittlern war ein Defekt an einem Sensor für den Fehlstart verantwortlich.

koe/dpa/AFP

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