Rheinland-Pfalz Sperrgebiet wegen Blauzungenkrankheit verhängt

Geschwollene blaue Zungen und Atemprobleme: Die für Rinder gefährliche Blauzungenkrankheit wurde nach Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland nun auch in Rheinland-Pfalz nachgewiesen.

Eine von der Blauzungen-Krankheit betroffene Kuh (Archivaufnahme).
DPA

Eine von der Blauzungen-Krankheit betroffene Kuh (Archivaufnahme).


In Rheinland-Pfalz ist erstmals seit zehn Jahren wieder die Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden. Das gesamte Bundesland wurde am Freitag zum Sperrgebiet erklärt, wie der Sprecher des Landesuntersuchungsamtes (LUA), Achim Ginkel, in Koblenz sagte. Mindestens ein Tier wurde bereits vorsorglich getötet.

Die Blauzungenkrankheit wird hauptsächlich durch Gnitzen - kleine blutsaugende Mücken - übertragen und trifft vor allem Schafe, Ziegen und Rinder. Ein typisches Symptom ist eine geschwollene, blau gefärbte Zunge. Für den Menschen gilt die Virusinfektion als ungefährlich. Zuletzt starben zwischen 2006 und 2008 deutschlandweit Tausende Rinder an der Seuche.

Der Erreger vom Serotyp 8 (BTV-8) wurde in einem Rinderbestand im Kreis Trier-Saarburg nachgewiesen. Bei zwei weiteren Verdachtsfällen in Zweibrücken und dem Saarpfalz-Kreis stehe die Bestätigung des nationalen Referenzlabors noch aus, sagte Ginkel.

Die Sperrzone müsse mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden und schränke den Transport und Handel von Rindern, Schafen und Ziegen ein, hieß es. Der Süden von Rheinland-Pfalz und das Saarland sind ebenso wie Teile Hessens bereits seit Dezember 2018 Sperrgebiet, nachdem das Virus bei Tieren im angrenzenden Baden-Württemberg nachgewiesen wurde.

Die Beschränkungen in der Sperrzone könnten durch Impfungen abgemildert werden, sagte Ginkel. Für geimpfte und nachweislich nicht mit dem Virus infizierte Tiere gebe es Ausnahmen.

dpa/stu



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