IEA-Bericht Opec kann Ölausfälle kaum ausgleichen

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur kann das Ölkartell Opec nur mit Mühe Lieferausfälle in den Mitgliedstaaten Venezuela und Iran ausgleichen.

Ölförderung in Venezuela
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Ölförderung in Venezuela


Länder der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) müssen möglicherweise an ihre maximale Fördermenge herangehen, um Lieferausfälle AUS Venezuela und Iran aufzufangen. Das schreibt die Internationalen Energieagentur (IEA) am Donnerstag in ihrem Monatsbericht. In der IEA sind führende Industriestaaten zusammengeschlossen.

Vor allem Saudi-Arabien werde besondere Anstrengungen unternehmen müssen, hieß es in dem Bericht weiter. Das führende Opec-Land werde demnach so stark wie noch nie zuvor an die Kapazitätsgrenze gehen müssen.

Das Opec-Land Venezuela leidet unter einem massiven Rückgang der Ölexporte. Schuld ist die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land. Außerdem bedrohen neue Sanktionen der USA die Öllieferungen aus dem Golfstaat Iran.

Die IEA sieht das Fördern der Opec-Staaten am Limit kritisch. Dies stütze die Ölpreise, hieß es im Monatsbericht. Es sei außerdem wahrscheinlich, dass diese Situation noch weiter andauern werde.

Zuletzt hatten Lieferausfälle in Venezuela und die US-Sanktionen gegen Iran die Preise mehrfach nach oben getrieben. Im Juni hatte die Opec gemeinsam mit anderen führenden Ölstaaten wie Russland vor diesem Hintergrund eine Ausweitung der Fördermenge beschlossen, um die Ausfälle auszugleichen.

ssu/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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ambulans 12.07.2018
1. so
hat ers gern: knappes öl bedeutet hohe preise - und nur so springen seine fracking-öl-produzenten (hohe produktions- und andere kosten) noch mal gerade so über die hürden einer sonst bald anstehenden pleite ...
carahyba 12.07.2018
2. hegemonialer "deal maker" ...
Venezuela und der Iran beliefern weiterhin regelmäsig und in den vereinbarten Mengen Rohöl an China bzw. auch an Indien. Es ist richtig, dass SA an seiner Kapzitätsgrenze angelangt ist. Russland hat noch Kapazitäten frei, erhöht aber nicht seine Exporte. Trump wird mit Putin in Finnland darüber reden. Mal sehen was der "deal maker" Putin dafür anbietet. Einerseits kritisiert Trump die Lieferungen an Deutschland, andererseits soll mehr Rohöl in den Markt, aber nicht vom Iran und Venezuela. Denn dann wären die Trumpschen Sanktionen nichts mehr Wert.
aurichter 12.07.2018
3. Was gedenkt denn
Mr.Trump zu machen, wenn Länder wie China, Indien usw den Iranern weiterhin große und sicher verfügbare Ölmengen abnehmen? Ist da der nächste Konflikt mit Waffengewalt schon in Vorbereitung? Was machen denn seine Bullys aus dem Ölsektor, die bereits bei einem Preis von 40-45 $ angeblich gewinnbringend fördern können? Wieso reguliert der Präsident nicht darüber den Weltmarktpreis, da ja nach einhelliger Meinung auch einiger Foristen hier, die USA eigentlich Selbstversorger sein können oder sind? Doch alles nicht so einfach Mr.Allwissend Präsident oder? Genau darüber liegt die Chance, dem Wirtschaftsgenie mit steigenden Benzinpreisen vor das Schienbein zu treten, was vermutlich auch gewollt ist, denn der heimische Ölmarkt zeigt mit Blick auf Profit keine Anstalten um Ihm entgegen zu kommen. Man hört nichts von Exxon und Co dahingehend, was verdächtig ist. Hat Tillerson noch gute Freunde an der Stelle?
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