Prognose Rente soll 2019 um mehr als drei Prozent steigen

Rentner in Deutschland können auch im nächsten Jahr mit höheren Bezügen rechnen. Zum zweiten Mal in Folge sollen sie relativ stark steigen.

Eine Seniorin mit Euroscheinen (Symbolbild)
DPA

Eine Seniorin mit Euroscheinen (Symbolbild)


Die gesetzlichen Renten werden einem Medienbericht zufolge im kommenden Jahr voraussichtlich erneut um mehr als drei Prozent steigen. Das geht laut Redaktionsnetzwerk Deutschland und der Nachrichtenagentur dpa aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung für das Jahr 2018 hervor.

Zum 1. Juli 2019 wird demnach ein westdeutsches Rentenplus von 3,18 Prozent erwartet. In Ostdeutschland sollen die Renten um voraussichtlich 3,91 Prozent steigen. Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf Westbeiträgen beruht, würde sich nach den aktuellen Zahlen um 31,80 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ostbeiträgen um 39,10 Euro.

Damit würden die Renten zum zweiten Mal in Folge um mehr als drei Prozent erhöht. Am 1. Juli dieses Jahres sind die Renten im Westen um 3,22 Prozent und im Osten um 3,37 Prozent gestiegen.

Bundestag stimmt über Rentenpaket ab

Die Rentenerhöhung soll jedoch erst im kommenden Jahr endgültig festgelegt werden, wenn die erforderlichen Daten zur Lohnentwicklung vollständig vorliegen.

Am kommenden Donnerstag will die Koalition im Bundestag ihr Rentenpaket beschließen, das Verbesserungen für Rentner in den kommenden Jahren vorsieht. Laut dem Gesetzentwurf soll das Rentenniveau bis 2025 nicht unter 48 Prozent sinken. Der Beitragssatz soll bis dahin die 20-Prozent-Marke nicht überschreiten.

Die Ausweitung der Mütterrente soll es bereits zu Jahresbeginn geben. Mütter und Väter sollen für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, einen halben Rentenpunkt zusätzlich gutgeschrieben bekommen. Wer wegen Krankheit nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten kann, soll ebenfalls bessergestellt werden. (Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Rente aufbessern können.)

Im Video: Altersarmut - Lebensabend als Überlebenskampf

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kko/dpa

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insgesamt 123 Beiträge
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Seite 1
Kanalysiert 05.11.2018
1.
Solange ich beobachten muss, wie alte Menschen im Müll nach verwertbaren Dingen und Pfandflaschen wühlen, ist die Rente zu gering und eine Schande für ein so reiches Land wie Deutschland!
Philip J. Fry 05.11.2018
2. Bringt nichts
...denn die Preise für ${BeliebigesWirtschaftsgutHierEinsetzen} steigen gleichzeitig um 10 Prozent und mehr.
chulo 05.11.2018
3. Und die Juengeren ?
Nur jene mit niedriger Rente sollten eine Erhöhung bekommen - und mehr als drei Prozent. Einem grossen Teil geht es jedoch gut und es macht keinen Sinn um mehr als die Inflationsrate zu erhöhen. Lieber an die junge Generation denken !
teloudis 05.11.2018
4. Wies wird die Rente
prozentual erhöht? 3% für alle. Bei meiner Rente von 500 € sind das 15 €. Aber bei jemanden mit 1000 € ist es das doppelte. Gerecht ist es nicht, finde ich, aber wieso ist das so? Die mit den großen Renten sind immer die Gewinner und die mit den kleinen, trotz 3% Erhöhung, müssen zu sehen wie sie über die Runden kommen.
Lesenkönner 05.11.2018
5. @ 1 und 2
Klingt interessant, isses aber nicht! Ob jemand Pfandflaschen sammelt, die immerhin 0,25 Euro pro Stück bringen, weil er es muss oder weil er es will, entzieht sich meiner Kenntnis. Einträglich ist es allemal. Wo #2 die 10% Preissteigerung hernimmt, weiß nur er selbst... Hauptsache meckern, gelle?
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