Nach Olympia-Aus DSV verärgert über Freestylerin Zimmermann

Die Olympischen Winterspiele finden ohne den deutschen Freestyle-Star Lisa Zimmermann statt. Die Verantwortung dafür sieht der Deutsche Skiverband bei der lange verletzten Athletin.

Lisa Zimmermann in Aktion
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Lisa Zimmermann in Aktion


Der Umgang von Ski-Freestylerin Lisa Zimmermann mit den Olympischen Winterspielen sorgt beim Deutschen Skiverband für Ärger und Unverständnis. "Man kann doch nicht einen Kreuzbandriss nicht operieren, den ganzen Sommer nichts tun, sich kurz vor Weihnachten ein bisschen auf die Ski stellen und dann sagen, ich fahre zu Olympia. Das hat mit Profisport nichts zu tun", sagte Alpinchef Wolfgang Maier. "Wir haben ihr jede Unterstützung angeboten. Wir hätten ihr ein ganzes Programm zusammengestellt. Aber das wollte sie alles nicht."

In Pyeongchang ist die Slopestyle-Weltmeisterin von 2015, die zu den besten Sportlerinnen ihrer Szene gehört, nun nicht dabei. "Das ist echt schade, denn sie hätte ihren Sport so weit voranbringen können", sagte Maier.

Zimmermann verzichtet knapp ein Jahr nach ihrem Kreuzbandriss auf die Weltcups in Snowmass und Mammoth Mountain und damit auf die letzte Chance, sich noch für Olympia zu qualifizieren. Die Entscheidung dazu wurde dem DSV, der mit Skicrosserin Heidi Zacher im Bereich Freestyle nur eine Kandidatin für Medaillen am Start hat, dem Vernehmen nach von ihrem Management mitgeteilt.

aha/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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dasfred 12.01.2018
1. Wie kann sie nur
Eine Sportlerin, die eigenmächtig über ihren Körper verfügen will geht ja gar nicht. Da kann ich jeden Verbandsspeicher voll verstehen. Wenn Sportler plötzlich ihre eigenen Wünsche durchsetzen wollen gefährdet das immerhin ein ganzes System von Funktionären. An einem Olympia Sieg hängen schließlich viele Karrieren im Hintergrund. Falls Verständnis Probleme da sind, dies war Satire.
mr.strahlemann 12.01.2018
2. Sie hat recht
Lisa ist eine coole Socke. Für die Freestyler war Olympia und der DSV mit allen Regeln, Vorschriften und dem ganzen Kommerz noch nie erstrebenswert. Ihr ist Ihre Gesundheit wichtiger und dieses sogenannte Programm wäre nicht das beste für Sie, sondern das beste für eine Medaille gewesen. Lasst Sie Ski fahren, vor allem Spaß daran haben, dann werden wir bei X-Games und im Weltcup noch einiges an Freude an Ihr haben
qoderrat 12.01.2018
3.
Verbandssport wie bisher ist ein Auslaufmodell, es ist schön zu sehen dass es noch Sportler gibt die sich nicht in so ein Schema pressen lassen, in dem ohne Rücksicht auf Verluste nur auf Medaillen hingearbeitet wird, wenn nötig auch unter Risiko für die Gesundheit der Athleten. Ich wünsche der Fr. Zimmermann gute Besserung und baldige Genesung.
shooop 12.01.2018
4. Erwartbar
Es war absehbar, dass der DSV und die Freestyler nicht gut zusammenpassen. Der übliche DSV-Leistungssport ist doch eher etwas für Masochisten. So gerne ich auch Biathlon, Langlauf und die Kombi sehe, aber die Jungs und Mädels tun mir inzwischen leid für die Zwänge, denen sie sich unterwerfen.
manwatch 12.01.2018
5. Bravo Lisa Zimmermann
dass Du selber entscheidest was mit Deinem Körper passiert und nicht irgendwelche Funktionäre. Davor habe ich großen Respekt. Soll sich der DSV doch ärgern...
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