Finaleinzug in Sydney Kerber unterstreicht ihre Top-Form

Rechtzeitig vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres nähert sich Angelique Kerber ihrem alten Leistungsvermögen. Beim Tennis-Turnier in Sydney ist sie ohne Probleme ins Endspiel eingezogen.

Angelique Kerber in Sydney
AFP

Angelique Kerber in Sydney


Angelique Kerber hat erstmals seit neun Monaten wieder ein Endspiel auf der WTA-Tour erreicht. Im Halbfinale von Sydney gewann die ehemalige Nummer eins der Tennis-Welt gegen die Italienerin Camila Giorgi 6:2, 6:3 und unterstrich damit kurz vor den Australian Open (15. bis 29. Januar in Melbourne) ihre überzeugende Form.

Im Endspiel der Hartplatz-Veranstaltung trifft die 29-Jährige auf Ashleigh Barty aus Australien. Letztmals spielte Kerber im April des vergangenen Jahres im mexikanischen Monterrey um einen Turniererfolg, verpasste damals aber den Titel.

Gegen die Qualifikantin Giorgi drehte Kerber im zweiten Satz einen 0:3-Rückstand, ehe sie nach 74 Minuten mit dem ersten Matchball den Finaleinzug perfekt machte. Die Australian Open beginnen am Montag. Vor zwei Jahren hatte die Linkshänderin beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres triumphiert.

aha/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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jean-baptiste-perrier 12.01.2018
1.
Ich hatte in meinem Beitrag zum verlorenen Hopman Cup darauf hingewiesen, dass Kerbers Einzelsieg gegen Belinda Bencic Anlass zu Hoffnung gibt. Ich wollte nicht in blinde Euphorie verfallen. Man (und auch Angie Kerber selbst) sollte weiterhin den Ball flach halten und nur von Spiel zu Spiel denken. Ich halte es für richtig jetzt alles für den Turnier-Sieg in Sydney zu geben. Es gab ja auch Stimmen von Fans die dazu rieten in Sydney mit angezogener Handbremse auszusteigen, um sich für die Australian Open zu schonen. Das kann natürlich Sinn machen, muss es aber nicht, wenn man (Kerber) in Melbourne dann doch gegen z.B. eine Scharapova frühzeitig ausscheiden würde. Kerber soll das Momentum nutzen und im Rhythmus bleiben. Was man hat, das hat man (ein greifbarer Titel in Sydney). Zur Kompensation des Kräfteverlusts bei Spielen, kann man auch das Training zeitweise zurückfahren. Egal wie das jetzt in Australien weiter geht, mittelfristig muss mit Kerber wieder gerechnet werden. Sie hat jetzt zumindest wieder verinnerlicht wie man Erfolg haben kann. Wenn man sich mal die englischsprachige (!) Wikipedia Seite und dort insbesondere den Abschnitt "Sponsors" anschaut, dann fragt man sich wieviel Zeit Angelique Kerber letztes Jahr überhaupt für Training übrig blieb. Das ist auch ein Teil der Erklärung für ihre letztjährige Schwächephase. Jetzt kann sie sich hoffentlich wieder auf Tennisspielen konzentrieren.
mr.strahlemann 12.01.2018
2. Kerber kämpft
Angi ist und bleibt eine Kämpferin. Natürlich kann nicht immer gleich eine Legende mit unzähligen GS-Titeln aus jedem werden. Doch sie hat es verstanden wie eine Heldin an sich zu arbeiten, neue Wege zu suchen und wieder erfolgreich zu spielen. Danke, dass du so für dich und unseren Sport kämpfst. Drücke Ihr die Daumen!
jean-baptiste-perrier 12.01.2018
3. Wie könnte es weitergehen?
Nicht in blinde Euphorie zu verfallen und immer zurückhaltend sachlich Pro und Contra zu bedenken, mag zwar realistisch sein, jedoch auch etwas langweilig. Deswegen hier mal meine Maximalvorstellungs-Phantasie des weiteren Ablaufs in Australien: Nach einem Sieg im Finale von Sydney wird Kerber dann ab Dienstag auch in Melbourne zwei Wochen lang wie das heiße Messer durch die Butter durchs Turnier gleiten und sich den Titel (zurück-) holen. Danach braucht sie dann aber doch mal eine Pause und nimmt sich einen 1-wöchigen Kurzurlaub auf Tasmanien. Dabei wird sie dann zufällig den (fälschlicherweise) für ausgestorben erachteten Tasmanischen Tiger (Beutelwolf) wiederentdecken. Mit ihrem derzeitigen Momentum sollte das möglich sein. Das ist zumindest mein Plan A. Sollte das nicht klappen, heißt mein Plan B: Julia Görges!
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