WM 2018 Am Meer, im Museum oder auf der Meile - Public Viewing in Deutschland

Bei Welt- und Europameisterschaften zieht es viele Fans auf öffentliche Plätze, um gemeinsam die Spiele zu verfolgen. Die größten und ungewöhnlichsten Orte im Überblick.

Leinwand im Meer auf der Insel Usedom
imago/ Eibner

Leinwand im Meer auf der Insel Usedom


Mit zehntausenden Fans rechnen die Veranstalter bei den Deutschlandspielen am Brandenburger Tor in Berlin. Seit der Weltmeisterschaft 2006 versammeln sich bundesweit die Menschen zu internationalen Fußballturnieren auf öffentlichen Plätzen, zittern, feiern und trauern zusammen.

Auch wenn Fanforscher den Zent des Public Viewings überschritten sehen, finden bundesweit an vielen Orten wieder größere Fußballevents statt - der Überblick.

  • Die bekannteste Fanmeile: Einen Kilometer lang und 40 bis 50 Meter breit ist die Fanmeile am Brandenburger Tor in Berlin. Sie wurde zum ersten Mal zur Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 eingerichtet. Tausende Fans versammeln sich auch in diesem Jahr wieder auf der Straße des 17. Juni, die vom Brandenburger Tor zum Großen Stern führt.
    Der größte Videobildschirm steht direkt auf dem Platz an der westlichen Seite des Brandenburger Tores, sechs weitere große Bildschirme werden auf der Straße aufgestellt. Gezeigt werden vom 17. Juni an alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie alle Spiele ab dem Achtelfinale. Es wird mit bis zu 200.000 Besuchern gerechnet. Der Eintritt zur Fanmeile ist frei.

  • Die größte Veranstaltung im Norden: Hamburg will mit dem Fan Park das größte Public-Viewing-Event im nördlichen Bereich der Republik stellen. Bis zu 40.000 Besucher sollen auf dem Heiligengeistfeld die Spiele der deutschen Elf bei der Weltmeisterschaft in Russland auf einer 126 Quadratmeter großen LED-Wand verfolgen können. Zum ersten Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko am 17. Juni öffnet das Fanfest seine Tore. Auf dem Areal auf St. Pauli werden ausschließlich Spiele der DFB-Elf gezeigt. "Sobald unser Team bei der WM rausfliegt, ist auch für unseren "Fan Park" Schluss", sagte Veranstaltersprecherin Sabine Vogt. Eintritt: Zwei Euro.
  • Leinwand im Meer: Deutschlands wohl lässigstes Public Viewing steigt am Strand von Heringsdorf auf der Insel Usedom. "Wir sind das einzige Public Viewing, bei dem die Leinwand nicht am Meer, sondern im Meer steht", sagt Kurdirektor Thomas Heilmann. Vom 14. Juni an steigt dort an jedem Spielabend eine Freiluft-Fußballparty. Der Eintritt ist frei.

  • Fanparty im Museum: Mit Blick auf WM-Pokale können Fans im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die Nationalmannschaft anfeuern. Fußballfans können sich sich dort Stücke aus der Fußballhistorie anschauen, etwa den Endspielball von 1954 oder den Weltmeisterbus von 2014. Tickets ab sechs Euro.

  • Entspannt am Kai: Fußballfans können in Kiel die WM-Spiele am Ostseekai verfolgen. Die NDR-Bühne steht nur wenige Meter vom Förde-Ufer entfernt. Dort und auf weiteren Bühnen in der Stadt werden während der Kieler Woche die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft gegen Mexiko am 17. Juni und Schweden am 23. Juni gezeigt. Der Eintritt ist dort frei.

  • Die Promi-Party: Ex-Nationalspieler Lukas Podolski will die deutsche Elf zusammen mit mehr als 15.000 Fans von einer Kölner Tribüne aus anfeuern. "Poldi's Public Viewing Party" startet am 23. Juni. "Ich freue mich auf euch, eine riesen Party und mega Stimmung auf der Galopprennbahn in meiner Heimatstadt Köln", kündigte Podolski im Vorfeld auf seinem Twitter-Account an. Karten sind für das Event nicht mehr erhältlich.

mho/dpa



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