Test-Auswertung der Fifa Maradona bleibt der einzige WM-Dopingfall

Knapp 4000 Dopingproben wurden laut Fifa seit Januar genommen, doch positiv war keine einzige. Auch bei der WM wurde kein Profi überführt, einzelne Spieler sollen sogar achtmal getestet worden sein.

Diego Maradona
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Diego Maradona


Bei der Fußball-WM in Russland hat es bislang keinen Dopingfund gegeben. Laut Weltverband Fifa seien sämtliche 3985 Proben (1928 Urin, 1031 Vollblut, 1026 Serum), die seit Januar von der Fifa selbst, den Nationalen Anti-Doping-Organisationen sowie den Konföderationen vorgenommen worden seien, negativ ausgefallen.

Im Durchschnitt sei jeder Spieler der vier verbliebenen Mannschaften vor dem Spiel um Platz drei zwischen England und Belgien am Samstag (16 Uhr) beziehungsweise dem Endspiel zwischen Frankreich und Kroatien am Sonntag (17 Uhr, beide Spiele im Liveticker bei SPIEGEL ONLINE) seit Januar 4,41-mal getestet worden, in der Spitze hätten sich einzelne Spieler acht Dopingtests unterziehen müssen.

Das Anti-Doping-System der Fifa steht in der Kritik: Der Verband hat die Kontrolle über die Tests während der WM. Er entscheidet auch, was im Falle eines positiven Laborergebnisses mit dem Sünder passiert. Experten sehen darin einen klaren Interessenkonflikt.

Aufregung hatte es auch um den Umgang mit dem gastgebenden russischen Team gegeben. Im Zusammenhang mit dem Staatsdoping-Skandal hatte die Fifa mehrere Proben aktueller Nationalspieler getestet und sie kurz vor der WM vom Dopingverdacht freigesprochen - mit dem Segen der Welt-Anti-Dopingagentur.

Der einzige Dopingfall, der in der WM-Geschichte jemals offiziell geworden ist, betraf Diego Maradona bei der Endrunde 1994 in den USA. Damals war der argentinische Weltstar der Einnahme eines Ephedrincocktails überführt worden.

bka/sid



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