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12. Januar 2018, 18:01 Uhr

Neue Finanzprobleme

Lionel Messi zahlte rund zwölf Millionen Euro Steuern nach

Von , , Gunther Latsch, Nicola Naber, und

Nach einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung drohte neuer Ärger: Lionel Messi hat Ende 2016 zwölf Millionen Euro Steuern nachgezahlt. Football-Leaks-Dokumente belegen, dass der FC Barcelona die Schuld seines Superstars übernahm.

Lionel Messi zahlte Ende des Jahres 2016 rund zwölf Millionen Euro an die spanische Finanzbehörde Agencia Tributaria nach. Eine Betriebsprüfung beim FC Barcelona hatte den fünfmaligen Weltfußballer, der bereits wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden ist, erheblich unter Druck gebracht.

Das geht aus Hunderten interner Dokumente des Klubs hervor, die die Enthüllungsplattform Football Leaks dem SPIEGEL zur Verfügung gestellt hat und die er mit dem Recherche-Netzwerk European Investigative Collaborations ausgewertet hat (lesen Sie hier die ganze Geschichte im digitalen SPIEGEL).

Es ging um Beraterhonorare in Millionenhöhe, die der Klub an Messis Vater gezahlt hatte, und um Überweisungen des FC Barcelona an die gemeinnützige Stiftung des Spielers. Die Steuerbehörden vertraten die Ansicht, diese Zahlungen seien wie ein Teil des Gehalts von Messi zu betrachten und folglich als Einkommen zu versteuern.

Als die Betriebsprüfung beim FC Barcelona begann, stand Messi vor dem Landgericht Barcelona gerade ein Prozess wegen Steuerhinterziehung in den Jahren 2007 bis 2009 bevor. In diesem Verfahren wurde er im Sommer 2016 zu 21 Monaten Freiheitsstrafe und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Messi musste nicht ins Gefängnis, weil er Ersttäter ist.

Seine neuerlichen Probleme mit dem Fiskus beunruhigten die Führungsriege des FC Barcelona erheblich. Der Klub beauftragte einen externen Anwalt mit einer Risikoanalyse. Die sicherste Variante, eine erneute Strafverfolgung zu vermeiden, sei für Messi die Regulierung seiner Steuerschuld, schrieb der Anwalt in einem Entwurf. Messi zahlte schließlich nach, doch die Football-Leaks-Dokumente belegen, dass letztendlich der Klub die Steuerschuld seines Superstars übernahm.

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