Last-minute-Sieg gegen Juventus Mourinho wechselt den Sieg ein

José Mourinho stand bei Manchester United zuletzt arg in der Kritik. Gegen Juventus aber wechselte er den Sieg ein - und Man United träumt wieder vom Achtelfinale, in dem die Italiener gerne schon stünden.

Marouane Fellaini (2.v.r.) jubelt
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Marouane Fellaini (2.v.r.) jubelt


Durch zwei späte Tore hat Manchester United in der Champions League gegen Juventus José Mourinho gewonnen und seine Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale deutlich erhöht. Ein Freistoß von Juan Mata (86.) und ein Eigentor von Alex Sandro (90.) drehten das Spiel in der Schlussphase zugunsten der Gäste aus Manchester. Cristiano Ronaldo hatte Juventus Mitte der zweiten Halbzeit in Führung gebracht. Schon ein Remis hätte den Italienern zum vorzeitigen Achtelfinaleinzug gereicht.

Eine halbe Stunde lang schien das Defensivkonzept von Manchesters Trainer José Mourinho aufzugehen - auf einen Schuss auf eines der beiden Tore warteten die Zuschauer vergeblich. Dann allerdings wurden die Unterschiede zwischen beiden Mannschaften deutlich. Immer wieder hebelte Juventus die Abwehr mit klugen Pässen aus, meist war dann Miralem Pjanic beteiligt. Manchesters Abwehr taumelte von einer Verlegenheit in die nächste - und hatte viel Glück: Sami Khedira traf nach Vorlage von Cristiano Ronaldo nur den Pfosten (35.). Es sollte nicht der einzige Aluminiumtreffer von Juventus bleiben.

Die ersten Minuten der zweiten Hälfte entschädigten dann für die verhaltene erste. Auch Manchester United spielte plötzlich mit, Anthony Martial schoss aus 18 Metern knapp vorbei - es war der erste ernstzunehmende Torschuss der Gäste (48.). Zwei Minuten später hatte Manchester Glück, dass Paulo Dybala mit seinem Schlenzer nur die Latte traf.

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Manchester-Sieg gegen Juventus: Drei Wechsel, vier Minuten, zwei Tore

Von Juves Ronaldo und Manchesters Paul Pogba, die an diesem Abend jeweils auf ihren Ex-Klub trafen, war bis dahin nur wenig zu sehen. Im Falle des Portugiesen sollte sich das noch ändern. Seinen letzten Treffer in der Champions League hatte Ronaldo noch für Real Madrid erzielt - ausgerechnet gegen Juventus. Es folgten fünf Spiele, 389 Minuten und 15 Torschüsse ohne Erfolg. Bis zur 65. Minute an diesem Abend in Turin: Leonardo Bonucci spielte einen Zauberpass, den Ronaldo direkt aus der Luft nahm - 1:0.

Als Manchesters Trainer José Mourinho in der 79. Minute einen Dreifachwechsel vornahm, rechnete kaum noch jemand damit, dass dies das Ergebnis beeinflussen würde. Doch Mourinho bewies ein glückliches Händchen: Erst traf Juan Mata, einer der Joker, per Freistoß (86.). Dann köpfte Marouane Fellaini, Joker Nummer zwei, Bonucci fälschte ab und Alex Sandro traf ins eigene Netz.

Juventus ist mit neun Punkten weiterhin Erster der Gruppe H, der schon beinahe sicher geglaubte Achtelfinaleinzug muss allerdings vertagt werden. Manchester United hat sieben Punkte und als Tabellenzweiter alle Chancen auf das Weiterkommen.


Juventus - Manchester United 1:2 (0:0)
1:0 Ronaldo (65.)
1:1 Mata (86.)
1:2 Alex Sandro (90., Eigentor)
Juventus: Szczesny - De Sciglio (83. Barzagli), Bonucci, Chiellini, Alex Sandro - Betancour, Pjanic, Khedira (61. Matuidi) - Cuadrado (90.+2), Cristiano Ronaldo, Dybala
Manchester: De Gea - Young, Smalling, Lindelöf, Shaw - Herrera (79. Mata), Matic, Pogba - Lingard (79. Rashford), A. Sánchez (79. Fellaini), Martial
Schiedsrichter: Ovidiu Hategan
Gelbe Karten: Alex Sandro, Dybala / Matic, Herrera, Martial
Zuschauer: 40.000

tbe



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