AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 52/2016

Rückkehr der grauen Räuber Ein ganz Lieber, der Wolf

Er ist der Liebling für Naturschützer und eine Horrorvorstellung für Schäfer: Der Wolf ist in Deutschland zurück - und naturgemäß hat er Hunger. Zum Beispiel auf Schafe. Was also tun?

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Ziemlich genau zwei Kilometer fährt man in Hannover vom Kasino RP5 zum niedersächsischen Landtag. An diesem Mittwoch im Dezember aber scheinen sich die beiden Häuser auf verschiedenen Planeten zu befinden - obwohl es hüben wie drüben um die gleiche Frage geht: wie gefährlich der Wolf nun wirklich sei.

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Heft 52/2016
Weihnachten in Zeiten des Terrors

In der Welt von Wendelin Schmücker ist das Ende nah. Es dräut: das Armageddon der Weidetierhaltung und damit der blühenden Wiesen, der Bienen und Blumen. Des Landlebens, der gemütlichen Dörfer, Bauernhöfe, der freiwilligen Feuerwehr. In Schmückers Welt tobt ein Krieg der Städte gegen das Land. Denn in den Städten leben jene Ökoromantiker, die grün wählen und die Wiederkehr der Wölfe feiern - während diese unbehelligt den Nutztieren der Dörfler an die Gurgel gehen.

In der Welt von Stefan Wenzel läuft es gut für Niedersachsens Tierhalter. Seit das Land verstärkt in Schutzmaßnahmen investiere, habe sich die Lage bei den Wolfsangriffen auf Schafe, Ziegen und Rinder entspannt. Die Zahl der Schäfer habe sogar zugenommen.

Wölfe, das ergaben Kotanalysen, ernährten sich fast ausschließlich von Schalenwild, von Rehen also, Wildschweinen oder Rothirschen. Nur ganz selten lande mal ein Lämmchen auf dem Speisezettel. Ein ganz Lieber, der Wolf. Oder etwa doch nicht?

Schäfer Schmücker ist Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung. Ins RP5 hat er Nutztierhalter, Herdenschutzexperten und Politiker geladen, sie wollen über die Existenzsorgen der Schäfer sprechen.

Grünen-Politiker Wenzel ist niedersächsischer Umweltminister. Fast zeitgleich mit der Schäferversammlung beantwortet er im Landtag eine "Dringliche Anfrage" der FDP-Fraktion zum Thema Herdenschutz. Tenor: alles bestens.

Einst galt der Wolf als Schädling, er wurde geschossen, vergiftet, totgeschlagen. In weiten Teilen Mitteleuropas war er ausgerottet, für ganze Generationen reduziert auf seine Existenz als Märchenfigur. Ob er nun, da er über Polen in Deutschlands Wälder zurückgekehrt ist, überleben wird, hängt vor allem davon ab, ob der Mensch ihn auf Dauer akzeptiert.

Foto: S. Koerner / Lupovison

"Zu den größten Bedrohungen für Europas Wölfe", heißt es in einem Report der EU-Kommission über die Koexistenz von Mensch und Raubtier, "gehört die illegale Tötung als Resultat menschlicher Antipathie." Im Bericht steht auch, dass die Bemühungen, bei den vom Wolf betroffenen Tierhaltern um Sympathie für die Beutegreifer zu werben, bislang fast überall gescheitert seien.

Auf Schmückers Veranstaltung lässt sich erkennen, wie vergiftet die Diskussion ist: Die Weidetierhalter fühlen sich nicht ernst genommen - nicht von der Regierung, nicht von den Naturschutzverbänden und schon gar nicht von den Wolfsverstehern in den Städten.

Und so kursieren unter den Wolfshassern seit Jahren die immer gleichen und längst widerlegten Verschwörungstheorien. Ist der Wolf tatsächlich von selbst nach Deutschland eingewandert - oder haben ihn grüne Irre womöglich auf den Truppenübungsplätzen ausgesetzt, in waldreichen Gebieten also, in denen es viel Platz und wenig Menschen gibt? Und sind die Wölfe hierzulande überhaupt welche - oder handelt es sich um Kreuzungen mit wolfsähnlichen Hunderassen? Wenn das so wäre, argumentieren die Wolfskritiker, genössen die Wolfsmixe ihren Schutzstatus zu Unrecht.

So weit die Märchenstunde. Die Probleme der Schäfer sind hingegen sehr real: Matthias Müller zum Beispiel, Schafhalter aus Bargfeld im Landkreis Celle, hat bereits mehrere Tiere seiner Herde an Eindringlinge mit scharfen Zähnen verloren. Ausgleichszahlungen, sagt Müller, gebe es erst nach mühevollen Nachweisverfahren. Mitunter könne der Wolf als Täter nicht überführt werden, weil vor der Probennahme noch weiteres Getier Spuren an den Opfern hinterlasse.

Wer seine Verluste ersetzt haben will, muss nicht nur durch Experten nachweisen lassen, dass die Tiere von Wölfen gerissen wurden, sondern in vielen Gebieten auch belegen, dass er für einen "wolfsabweisenden Grundschutz" gesorgt hat. So sollen die Schafe innerhalb eines mindestens 90 Zentimeter hohen Elektrozauns stehen, der darüber hinaus die Wölfe davon abhält, sich durchzubuddeln.

Schafherde mit Schutzhunden in Brandenburg
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Schafherde mit Schutzhunden in Brandenburg

Die Botschaft der Wolfsfreunde geht so (und galt auch lange Zeit als unumstößlich, weil bewiesen): Wer seine Tiere richtig schütze, habe auch kein Problem mit dem Wolf. Zaunhersteller entwickeln Wolfsabwehrzäune, manche Schäfer schaffen sich imposante Herdenschutzhunde an, wieder andere stellen wehrhafte Esel zwischen die Schafe.

Nicht jedes Gebiet lasse sich umzäunen, sagen dagegen die Schäfer; die Deiche zum Beispiel nicht und auch nicht die riesigen Flächen, die große Herden brauchen. Herdenschutzhunde seien erst nach jahrelanger Ausbildung zu gebrauchen; sie könnten überdies Menschen angreifen. Und jener glücklose Schäfer im niedersächsischen Südergellersen, dessen Herde innerhalb von zwei Wochen gleich viermal von Wölfen heimgesucht wurde, hatte einen Esel auf der Weide.

Der Ökologe Laurent Garde hat für die nationale Wolfskommission in Frankreich untersucht, wie gut der Herdenschutz in seinem Heimatland funktioniert. Sein Fazit ist ernüchternd. "Die Nutztierhalter sind gegen den Wolf, weil er ihre Tiere bedroht", sagt Garde auf der Schäfertagung in Hannover. "Aber sie sind pragmatische Leute - sie haben den Herdenschutz gewissenhaft umgesetzt." Dennoch habe die Zahl der Wolfsrisse zu- und nicht abgenommen.

Gardes Erklärung: Nicht nur der Mensch rüste auf, sondern auch der Wolf. "Wölfe sind sehr schlaue Tiere", sagt Garde. "Sie lernen, die Hürden zu umgehen, die man zwischen sie und ihre Beute setzt." Die meisten Methoden des Herdenschutzes, sagt Garde, seien nicht viel mehr als ein spannendes Geschicklichkeitstraining für den Wolf - mit den Schafen als Belohnung.

"Das Risiko für die Angreifer ist gleich null", sagt Garde. Wölfe seien nun einmal streng geschützte Tiere, und wie sollten sie lernen, sich besser von Menschen und deren Besitztümern fernzuhalten, wenn diese bei ihrem Anblick allenfalls kräftig in die Hände klatschten? In der Tat ist aggressivere Abwehr nicht gestattet.

Dass Wölfe zu den gelehrigeren unter den Wildtieren zählen, wird kein Wolfsfan bestreiten. Das Erbe von Canis lupus schlummert noch heute im Haushund - in den täglichen Begleitern der Menschen also, die Blinde führen, Verschüttete erschnüffeln oder komplizierte Agility-Parcours absolvieren können.

Die Tatsache, dass es Haushunde gibt, beantwortet zugleich die Frage, ob der Wolf grundsätzlich, von seiner biologischen Ausstattung her, dazu in der Lage sei, die Nähe von Menschen zu erdulden. Die Zeugnisse der Domestizierung reichen weit zurück, schon vor mehr als 10.000 Jahren begann der gemeinsame Weg von Herr und Hund.

europäischer Grauwolf
DPA

europäischer Grauwolf

Und selbst wenn der Herdenschutz mit den gängigen Methoden funktioniert - er wird auf jeden Fall teurer als erhofft. Niedersachsen plant, die Mittel für die Nutztierhalter kräftig aufzustocken: Statt bisher 15.000 Euro innerhalb von drei Jahren sollen Tierhalter nun 30.000 Euro innerhalb eines Jahres erhalten können - für Abwehrmaßnahmen und als Ausgleichszahlung für ihre toten Tiere.

Experte Garde rechnet gar vor, dass in Frankreich jeder Wolf den Staat jährlich 100.000 Euro koste. Und: 85 Prozent der Wolfsangriffe in den Savoyer Alpen, so die dortige Regionaldirektion, geschehen, obwohl mindestens zwei Herdenschutzmaßnahmen zum Einsatz kommen.

Ein weiteres Dilemma: Indem er dreist über Weidezäune setzt, schadet der Wolf ausgerechnet jener Form der Tierhaltung, die Naturfreunde eigentlich schätzen. In der Wanderschäferei sind die Tiere fast rund ums Jahr in der freien Natur statt in engen Ställen; anstelle von Kraftfutter kauen sie Gras, Gehölze und Heidekraut - und erhalten durch das emsige Abweiden auch noch wertvolle Naturlandschaften.

Viele europäische Länder mit länger währender Wolfserfahrung gestatten die Bejagung von Wölfen; Schweden und Norwegen etwa, Finnland und Estland. In der Schweiz werden Wölfe geschossen, wenn sie zu viele Nutztiere reißen. Kein seriöser Artenschutzexperte ist prinzipiell gegen das Töten von Wölfen, wenn die Populationen groß genug sind. Dafür löst jeder Abschuss Geheul aus unter den Wolfsfans in der Bevölkerung.

Den Tierhaltern im RP5 ist der Artenschutz ohnehin eher wurscht, sie wären den grauen Räuber am liebsten ganz wieder los. Im Saal sitzen heute viele Jäger. Einer hat schon selbst einen Wolf erlegt, in einem Land, wo das legal ist. "Ich bin Wolfsberater", sagt er, "in Kaliberfragen." Haha.

Möglich, dass Wolfsgegner wie er bald durchladen dürfen. Sachsen hat den Wolf ins Jagdrecht aufgenommen; noch genießt er dort allerdings eine ganzjährige Schonzeit. Andere Bundesländer diskutieren ähnliche Regelungen. In Brandenburg wird dieser Tage die "Entnahme" eines sogenannten Problemwolfs vorbereitet - ähnlich wie der Ende April in Niedersachsen erlegte "Kurti" soll das Tier zu wenig Scheu vor Menschen zeigen.

In Frankreich ist das Töten von Wölfen mit bestimmten Auflagen gestattet - ein Zugeständnis vor allem an die Schäfer. Ob das die Zahl der Risse reduziert, wäre allerdings zu beweisen.



insgesamt 23 Beiträge
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Seite 1
quark2@mailinator.com 30.12.2016
1.
Es fängt damit an, daß die Wiederansiedelung der Wölfe ein perfektes Beispiel für einen Volksentscheid gewesen wäre, mit sachlicher Diskussion, ehrlicher Auflistung potentieller Probleme und realistischen Lösungswegen vorab. Aber wie bei der Linksschreibreform hat man die Entscheidung über die Köpfe der Leute hinweg getroffen. Nun haben wir eine 100%-Lösung wo ein toter Wolf mitunter intensiver kriminaltechnisch untersucht wird als manch zweifelhafter menschlicher Todesfall. Es erinnert an den Einspeisevorrang der Ökoenergie oder die Atomabschaltung. Wir können offenbar keinen Mittelweg mehr, sondern eine Seite muß total gewinnen. Nun zurück zu den Schafen: Normale Schafherden wandern. Dabei befestigen sie z.B. Deiche. Wandernde Schafherden kann man nicht wirksam gegen Wölfe einzäunen. Normale Schäderhunde sind zur Wolfabwehr völlig ungeeignet, man braucht extra Herdenschutzhunde und davon nicht zu wenige. Diese Herdenschutzhunde sind wirklich gefährliche Tiere, die sich kaum ihrem Besitzer unterordnen und Menschen aggressiv angreifen, wenn diese zufällig in den kritischen Bereich kommen. Ich habe das selbst erlebt. Niemand würde gern solche Hunde freilaufend mitten in Deutschland haben wollen, da bin ich sicher. Bezahlen können die Schäfer diese Hunde ohnehin nicht. Mit anderen Worten - die Wölfe verhindern mehr oder weniger freilaufende Schafherden. Die Entschädigungen (und deren Vorbedingungen) sind eh nicht ausgleichend. Ich habe nichts gegen Wölfe per se. Dennoch sollte man ehrlich darlegen, daß ihre Verbreitung ernsthafte Probleme schafft.
Promethium 30.12.2016
2.
Wo ist das Problem? Das übliche Verfahren ist: Wer den Wolf will, bezahlt auch für die Schäden die der Wolf anrichtet. Die Jäger müssen ja auch zahlen wenn ihre Wildtiere Schäden anrichten. Ein ganz normaler Vorgang. Sozusagen auf dem "kleinen Dienstweg". Die Geschädigten melden sich dann einfach bei dem entsprechenden Verband und dann einigen die sich untereinander. Zusätzliche teure Bürokratie ist da nicht nötig. Man fragt einfach welche Verbände bereit sind die Schäden, die durch den Wolf entstehen, zu bezahlen. Die dafür in Frage kommenden Verbände stehen in der Liste der „29er Verbände“. Da finden sich sicher welche.
ruhepuls 30.12.2016
3. Volksentscheide?
Zitat von quark2@mailinator.comEs fängt damit an, daß die Wiederansiedelung der Wölfe ein perfektes Beispiel für einen Volksentscheid gewesen wäre, mit sachlicher Diskussion, ehrlicher Auflistung potentieller Probleme und realistischen Lösungswegen vorab. Aber wie bei der Linksschreibreform hat man die Entscheidung über die Köpfe der Leute hinweg getroffen. Nun haben wir eine 100%-Lösung wo ein toter Wolf mitunter intensiver kriminaltechnisch untersucht wird als manch zweifelhafter menschlicher Todesfall. Es erinnert an den Einspeisevorrang der Ökoenergie oder die Atomabschaltung. Wir können offenbar keinen Mittelweg mehr, sondern eine Seite muß total gewinnen. Nun zurück zu den Schafen: Normale Schafherden wandern. Dabei befestigen sie z.B. Deiche. Wandernde Schafherden kann man nicht wirksam gegen Wölfe einzäunen. Normale Schäderhunde sind zur Wolfabwehr völlig ungeeignet, man braucht extra Herdenschutzhunde und davon nicht zu wenige. Diese Herdenschutzhunde sind wirklich gefährliche Tiere, die sich kaum ihrem Besitzer unterordnen und Menschen aggressiv angreifen, wenn diese zufällig in den kritischen Bereich kommen. Ich habe das selbst erlebt. Niemand würde gern solche Hunde freilaufend mitten in Deutschland haben wollen, da bin ich sicher. Bezahlen können die Schäfer diese Hunde ohnehin nicht. Mit anderen Worten - die Wölfe verhindern mehr oder weniger freilaufende Schafherden. Die Entschädigungen (und deren Vorbedingungen) sind eh nicht ausgleichend. Ich habe nichts gegen Wölfe per se. Dennoch sollte man ehrlich darlegen, daß ihre Verbreitung ernsthafte Probleme schafft.
Volksentscheide sind "Bauchentscheide". Da steht dann "Wölfe sind liebe Tiere" gegen "Wölfe sind gefährliche Bestien". Wenn man über die Mehrzahl der Menschen eines sicher sagen kann, dann, dass Fakten weniger zählen als Emotionen. Schon gar nicht, wenn die Fakten auch noch komplex sind - und in Hinsicht auf Langzeitfolgen auch unsicher. Das gilt in diesem Fall für beide Seiten. Weder sind Wölfe harmlose Kuscheltiere, noch gefährliche Bestien, die nur darauf warten, Kinder und Alte anzufallen. Die Frage ist eher, welche Kollateralschäden (z.B. gerissene Schafe) man auf Dauer in Kauf nimmt (nehmen muss), als Preis für die Wiederansiedelung der Wölfe. In Ländern, in denen es Wölfe (und Bären) gibt, kommt es auch immer wieder mal zu Zwischenfällen. Trotzdem wandern und campen jedes Jahr Zigtausende in amerikanischen und kanadischen Nationalparks - und dort laufen Grizzlys rum, für die Menschen definitiv ins Beuteschema passen.
retterdernation 30.12.2016
4. Seit dem 15. Jahrhundert ...
wird der Wolf systematisch gejagt. Doch das war nicht immer so. Vor der Christianisierung Europas, galt der Wolf den Germanen als heiliges Tier, dass man verehrte. Erst die Christen dämonisierten den Wolf. Was vielleicht daran lag, dass Wölfe natürliche Konkurrenten der Menschen in den Jagdgebieten waren. Zudem gab es Verluste bei den Zuchttieren, ähnlich wie heute. Um das Jahr 1197 soll es an der Mosel eine Wolfsplage gegeben haben, berichten Schriften, der auch Menschen zum Opfer fielen. Zum mutmaßlich letzten Mal soll es in einem kalten Winter des Jahres 1849 eine ähnliche Plage in einigen Teilen Deutschlands gegeben haben. Doch schon damals waren die Raubtiere in weiten Teilen des Landes oder besser der unterschiedlichen Königreiche und Fürstentümer - ausgerottet. Besonders beliebt waren in dieser Zeit, teilweise auch schon vorher, Treibjagden - die sich über Tage erstrecken konnten. Nur in Ostpreußen konnten sich die großen Rudel noch lange halten. Angriffe auf Menschen, lassen sich nach Meinung der Forscher nur schwer dokumentieren. So gab es in der Zeit von 1952 bis 2001 nur - neun - dokumentierte Wolfssangriffe in ganz Europa. Der letzte, weltweit tödliche Angriff auf einen Menschen fand 2010 in Alaska statt. Als ein Wolf eine Joggerin tödlich verletzte. Dieses tödliche Drama gilt zudem in ganz Nordamerika als der einzige Vorfall seiner Art, seit mindestens 70 Jahren. Über Jahrhunderte galt der Einzug oder die Rückkehr der Wölfe immer als Zeichen für eine schwache Politik, ohne Stärke, berichten alte Schriften. Ob das heute noch gilt, weiß ich nicht. Auch wenn es sehr viele Parallelen in die Vergangenheit geben mag.
see_baer 30.12.2016
5. Der Wolf
Das Einzeltier wird harmlos sein - aber wir haben schon Angriffe auf Schafherden erlebt , die auf ein jagendes Rudel schließen lassen. Und damit werden sie auch für Pferdeherden und Menschen gefährlich - man verteidige sich einmal gegen drei Tiere! Woher soll der Wolf wissen , daß Menschen gefährliche Raubtiere sind - wenn er nicht bejagt wird? Ein nicht bejagter Wolf wird nicht menschenscheu bleiben. Statistik: Ich bin gespannt auf die Anzahl der Mitmenschen , die in den nächsten 10 Jahren unseren Herdenschutzhunden zu Opfer fallen - der Stadtmensch begreift nicht , daß das keine Kuscheltiere mehrt sind - sie sehen aus der Ferne nur so aus!
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