Internes Strategiepapier CSU erklärt AfD zum Feind Bayerns

"Brauner Schmutz": Die CSU kämpft um die absolute Mehrheit in Bayern - und sieht dabei die AfD als Hauptgegner. In einem Strategiepapier heißt es, die Rechtspopulisten seien "Feind von allem, für das Bayern steht".

CSU-Generalsekretär Blume, Parteichef Seehofer
picture alliance / Peter Kneffel

CSU-Generalsekretär Blume, Parteichef Seehofer

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Wenn CSU-Chef Horst Seehofer die Mitglieder des Parteivorstandes an diesem Samstagmorgen zur Klausurtagung begrüßt, haben sie ein Strategiepapier auf dem Tisch liegen, das es in sich hat. In scharfer Form wird darin die AfD angegriffen - und zum obersten politischen Gegner erklärt.

"Wir werden einen harten Kampfkurs gegen die AfD fahren", heißt es in dem dreiseitigen Papier aus der Feder von Generalsekretär Markus Blume, das dem SPIEGEL vorliegt. "Wir werden keinerlei Grenzüberschreitungen mehr dulden und deutlich machen: Die AfD ist ein Feind von allem, für das Bayern steht", heißt es in dem Zehn-Punkte-Papier weiter.

Die AfD sei "kein politischer Wettbewerber, sondern politischer Gegner". Die rechtspopulistische Partei versuche, "Radikalismus einen bürgerlichen Anstrich zu geben - und ist doch nichts anderes als eine Alternative zur NPD", schreibt CSU-Generalsekretär Blume. "Wer das Andenken von Franz Josef Strauß politisch vergewaltigt; wer Staatsmänner und gewählte Abgeordnete mit Schmutzkampagnen und Verleumdungen überzieht; wer Hass sät und Gesellschaft spaltet; dem sagen wir: Brauner Schmutz hat in Bayern nichts verloren."

Die Klausurtagung dient als Vorbereitung für den bayerischen Landtagswahlkampf. Die CSU mit ihrem neuen Ministerpräsidenten und Spitzenkandidaten Markus Söder will bei der Wahl am 14. Oktober ihre absolute Mehrheit verteidigen. In Umfragen liegt sie zurzeit bei Werten zwischen 41 und 43 Prozent.



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