Verbale Ausfälle Trump bestreitet "Drecksloch"-Äußerung

Donald Trump soll afrikanische Länder und Haiti im Weißen Haus als "Drecksloch-Staaten" bezeichnet haben. Per Twitter streitet der US-Präsident seine Wortwahl jetzt ab.

US-Präsident Donald Trump
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Der Uno-Menschenrechtsrat und die Afrikanische Union reagierten empört: Bei einer Besprechung im Weißen Haus soll Donald Trump bestimmte Herkunftsländer von Migranten wie Haiti oder afrikanische Staatenals "Drecksloch-Staaten" bezeichnet haben.

Das Weiße Haus dementierte diese Äußerungen Trumps nicht. Aber jetzt bestreitet der US-Präsident sie selbst - natürlich auf Twitter. "Die Sprache, die ich bei dem Daca-Treffen benutzt habe, war hart, aber das war nicht die Sprache, die benutzt wurde."

Bei dem Treffen ging es um einen Kompromiss in der Einwanderungspolitik, der auch eine Lösung für das sogenannte Daca-Programm vorsieht. Dieses bietet bislang Hunderttausenden jungen Migranten Schutz.

Laut "Washington Post" und anderen US-Medien soll Trump bei dem Treffen mit Senatoren am Donnerstag gefragt haben, warum die USA so viele Menschen aus "Drecksloch-Staaten" aufnehmen müssten. Er zeigte sich damit den Berichten zufolge frustriert über Vorschläge von Senatoren, Migranten aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern im Rahmen eines Einwanderungsdeals einen Schutzstatus zu geben.

Das Blatt berief sich dabei auf zwei nicht näher beschriebene Personen, die über das Treffen unterrichtet worden seien. Trump habe stattdessen vorgeschlagen, mehr Menschen aus Ländern wie Norwegen aufzunehmen, schreibt das Blatt weiter. Er hatte sich am Tag zuvor mit der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg getroffen.

als/dpa

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