Papua-Neuguinea 1500 Menschen nach Vulkanausbruch evakuiert

Es ist der erste offiziell bekannte Vulkanausbruch auf der südpazifischen Insel Kadovar: Mindestens 1500 Menschen mussten ihre Fischerdörfer verlassen - und sind nun auf Hilfsgüter angewiesen.

Vulkaninsel Kadovar
REUTERS

Vulkaninsel Kadovar


Nachdem der Vulkan auf der Insel Kadovar bereits Anfang Januar Aschewolken ausgestoßen hatte, waren einige Bewohner von der südpazifischen Insel Kadovar evakuiert worden. Nun mussten sie zusammen mit deren Einwohnern auch ihre Zufluchtsstätte, die Nachbarinsel Blup Blup, verlassen.

Am Freitag war auf dem zwei Quadratkilometer großen Eiland Kadovar vor der nördlichen Küste Papua-Neuguineas der 365 Meter hohe Vulkan ausgebrochen. Daraufhin hatte die Regierung aus Sorge vor einem Tsunami auch Blup Blup räumen lassen.

Mindestens 1500 Betroffene, die auf ihren Inseln vor allem vom Fischfang leben, wurden aufs Festland gebracht. Das Rote Kreuz hilft mit rund 21.000 Euro. Australien hat angekündigt, Hilfsgüter in Höhe von rund 16.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Ob der Vulkan auf Kadovar bereits früher schon mal ausgebrochen ist, ist offiziell nicht bestätigt. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass der britische Pirat und Entdecker William Dampier einen Ausbruch im 17. Jahrhundert beobachtet haben könnte. Während einer Fahrt in der Region erwähnt er zwei, bisher nicht lokalisierte "brennende Inseln".

ele/rtr



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.