Thailand Tattoos führen Polizei zu gesuchtem Mafioso aus Japan

Seine auffälligen Tätowierungen sind einem Japaner zum Verhängnis geworden. Der 74-Jährige wurde in Thailand festgenommen. Er soll vor 15 Jahren den Anführer einer rivalisierenden Yakuza-Gruppe getötet haben.

REUTERS

Shigeharu Shirai tauchte vor mehr als zehn Jahren in Thailand unter, um sich vor japanischen Ermittlern zu verstecken. Nun ist der 74-Jährige im thailändischen Lopburi nördlich von Bangkok festgenommen worden, wie der stellvertretende Polizeichef der Provinz mitteilte.

Shirai soll als Mitglied der japanischen Mafia, der Yakuza, vor 15 Jahren einen Anführer einer rivalisierenden Gruppe getötet haben. Entdeckt wurde er nun durch einen Zufall. Die Polizei kam dem Japaner, der sich 2005 nach Thailand abgesetzt hatte, dank Facebook-Bildern auf die Schliche.

Ein thailändischer Tattoo-Fan hatte im August Fotos des Mannes gepostet. Die Bilder wurden Tausende Male geteilt. So landeten sie auch bei der japanischen Polizei, die ihre Kollegen in Thailand alarmierte.

Yakuza-Mitglieder haben traditionell oft großflächige Tätowierungen. Der Festgenommene habe zugegeben, der gesuchte Mann zu sein, teilte die Polizei mit. Die Mordvorwürfe weise er aber zurück.

Shirai soll nach Japan ausgeliefert werden. Er ist nach Angaben der Ermittler mit einer thailändischen Frau verheiratet. Andere Mitglieder seiner Yakuza-Gang versorgten ihn demnach in den vergangenen Jahren regelmäßig mit Geld.

Doku über Yakuza - Gangster und Wohltäter

ZDF Enterprises

wit/dpa/AP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.