Rechtsextreme Schmiererei Sächsische Polizei befragt Beamte zu Einsatz gegen Sprayer

Unbekannte sprühten im sächsischem Chemnitz rechte Parolen an die Fassade einer kurdischen Bäckerei. Die Polizei soll vorbeigekommen sein - die Schmierereien entstanden aber trotzdem.


Eine kurdische Bäckerei im sächsischen Chemnitz ist von Unbekannten mit rechtsextremen Schriftzügen beschmiert worden. Hakenkreuze, SS-Runen und "Sieg Heil" prangten auf mehreren Metern Länge an dem Geschäft.

Überwachungskameras des Inhabers dokumentierten die Tat, wie unter anderem "Tag24" berichtete. Die Bilder werfen dem Bericht zufolge aber eine Frage auf: Haben Polizeibeamte die drei mutmaßlichen Täter womöglich gewähren lassen?

Die Bilder zeigen laut dem Bericht, "dass eine Polizeistreife die Sprayer störte, auch kurz mit einem Täter sprach. Danach fuhr der Polizeiwagen weg, und die jungen Männer machten munter weiter."

Die sächsische Polizei hat nun angekündigt, die Polizisten zum Geschehen befragen zu wollen. Derzeit würden zudem eine "Vielzahl von Aufnahmen mehrerer Kameras" ausgewertet und chronologisiert. "Erst danach kann eine Aussage dazu getroffen werden, zu welchem Zeitpunkt des Geschehens unser Streife vor Ort gewesen ist", teilte eine Polizeisprecherin mit.

Die Polizei arbeitet eigenen Angaben zufolge "mit Hochdruck an der schnellen Ermittlung der Täter" - und sucht nach Zeugen. Der Staatsschutz sei eingeschaltet worden.

apr



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