Indien Vater baut für seine Kinder eine Straße zur Schule

Weil er seinen Kindern den langen Schulweg ersparen wollte, hat ein Mann in Indien in jahrelanger Arbeit eine acht Kilometer lange Straße durchs Gebirge gehackt. Jetzt soll er entschädigt werden.

Tweet der "News World Odisha"
twitter / newsworldodisha

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Sechs Stunden Schulweg sind zu viel, fand Jalandhar Nayak. Drei Stunden hin und drei Stunden zurück mussten seine drei Söhne aus dem kleinen Dorf Gumsahi in der indischen Provinz jeden Tag zum Unterricht laufen. Und deshalb nahm der Gemüseverkäufer vor zwei Jahren eine Schaufel und eine Hacke und fing an, einen neuen, kürzeren Weg zu bauen, berichtet der "Guardian".

"Das war so beschwerlich für meine Kinder, auf dem schmalen, steinigen Pfad zur Schule zu gehen", erzählte der Vater lokalen Medien. Oft hätten sie über Felsbrocken und Steine klettern müssen. "Da habe ich mich entschieden, ihnen einen einfacheren Weg zu bauen."

Er hackte und grub in seiner Freizeit, wochen- und monatelang. Und schaffte bis heute einen acht Kilometer langen neuen Weg durchs Gebirge. Als Journalisten über den 45-Jährigen und sein Bauprojekt berichteten, reagierte auch die Lokalpolitik: Nayak werde für die Arbeit, die er geleistet habe, entschädigt, kündigte ein Vertreter der Verwaltung an.

Der Gemüseverkäufer hatte bereits drei Jahre weitere Arbeit eingeplant, um die noch fehlende Strecke bis zur nächsten Schule zu überbrücken. Dieses sieben Kilometer lange Stück soll jetzt von den Behörden zu Ende gebaut werden.

Jalandhar Nayak und seine Angehörigen sind die einzigen, die noch im Dorf Gumsahi leben und von dort ihre Kinder in die Schule nach Phulbani schicken. Alle anderen Familien, heißt es in dem Bericht, seien weg gezogen - in Gegenden mit besserer Straßen- und Verkehrsanbindung.

him

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