Schauspielstar Nina Hoss Mit der Quote gegen täglichen Sexismus

Um Sexismus einzudämmen, braucht es mehr Frauen in Führungsposition, meint Schauspielerin Nina Hoss. Dazu sei eine Quote nötig - nicht zuletzt auch für Theaterintendanzen.

Nina Hoss
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Die Theater- und Filmschauspielerin Nina Hoss hat "einen täglichen Sexismus" auch in Deutschland beklagt. Dieser werde schon in scheinbar harmlosen Bemerkungen deutlich, sagte die 42-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Um die Situation zu verbessern, müssten aus ihrer Sicht mehr Frauen in Leitungsfunktionen kommen. "Nur dann wird sich die Art verändern, wie wir miteinander umgehen."

Dafür sei eine Quote nötig, "auch bei Theaterintendanten", forderte Hoss, die zum Ensemble der Berliner Schaubühne gehört. "Bislang herrscht in den Gremien eine Klüngelei von Männern, die sich gegenseitig die Jobs zuschieben. Frauen wollen die Männer da nicht wirklich haben. Es ist kein Zufall, dass über Intendantinnen oft negativ gesprochen wird."

Das bedeute nicht, dass Frauen automatisch bessere Chefs seien. Frauen müssten aber erst einmal in den wichtigen Jobs vertreten sein, "damit sie dort Mist oder etwas Tolles machen können". "Sonst ändert sich ja nie etwas", sagte Hoss.

Im Sommer 2017 hatte es einen Führungswechsel bei zwei großen Berliner Theatern gegeben: Sowohl beim Berliner Ensemble als auch bei der Volksbühne haben neue Intendanten ihre Arbeit begonnen. Mit Oliver Reese bzw. Chris Dercon war jeweils ein Mann auf einen Mann gefolgt.

hpi/AFP



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