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Eichenprozessionsspinner: Kommunen kämpfen gegen giftige Raupen
DPA

Ihre Haare sind toxisch, können allergische Schocks auslösen: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners plagen Deutschland. Ein Bürgermeister hat sich nun selbst angezeigt.

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Der Terraner 13.06.2018, 21:57
1. Insektizide helfen

Es müssen nur die richtigen sein. Die dämliche Angst vor Pestiziden gefährdet Menschen. Also bitte mal aufwachen, den Grünen den Vogel zeigen und die Raupen richtig bekämpfen.

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cyberpommez 13.06.2018, 22:56
2. @ der terraner

Insektizide haben mitunter dafür gesorgt, das wir 70% unserer Insekten verloren haben. Der Einsatz sollte immer sehr genau abgewägt werden. Die Vorsicht ist berechtigt, denn es wird sowieso zu viel davon eingesetzt. Insektizide helfen am besten bei der Ausrottung der letzten Insekten.

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geri&freki 14.06.2018, 23:23
3. Konkreter!

Zitat von Der Terraner
Es müssen nur die richtigen sein.
Welche Insektizide denn genau? Pyrethroide? Neonicotinoide? Dimilin? Bt? Oder was sonst?
Die allergenen Brennhaare, die die Prozessionsspinnerlarven bereits ab dem 3. Raupenstadium ausbilden, lösen sich damit auch nicht in Luft auf – egal, ob Raupe tot oder nicht. Sondern bleiben trotzdem noch viele Jahre erhalten. Von der Gefahr der Resistenzbildung, die mit der zunehmenden Anwendungsdichte steigt, und der dann noch massiveren Rückkehr der Plage einige Jahre später, ganz zu schweigen..

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frenchie3 14.06.2018, 06:31
4. Der Kuckuck gehört zu den wenigen Vögeln

(oder gar der einzige?) der diese Raupen frißt. Da der Wirte für seine Eier braucht hat er Probleme mit der Vermehrung denn passende Vögel werden dank Insektenmangel auch immer weniger. Nur mal so erwähnt.....

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klimperhannes 14.06.2018, 07:14
5. Insektensterben

Breit wirksame Insektizide erledigen gleich noch ein paar andere Insekten und dann haben wir wieder das Problem mit dem Insektensterben.

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Pvanderloewen 14.06.2018, 07:32
6.

Das Insektensterben wird zwar gemeinhin beklagt, aber wenn die Natur sich von ihrer unangenehmen Seite zeigt, ist man doch ganz froh, dass es Insektizide gibt.

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Leser161 14.06.2018, 07:46
7. Nicht übertreiben

Zitat von Der Terraner
Es müssen nur die richtigen sein. Die dämliche Angst vor Pestiziden gefährdet Menschen. Also bitte mal aufwachen, den Grünen den Vogel zeigen und die Raupen richtig bekämpfen.
Ich bin ja immer für Feuer und Schwert zu haben. Aber das ist doch Teufel mit Beelzebub. Dann bin ich halt die Brennhaare los, hab aber hektar mit Pesizid eingenebelt.

Was mir generell fehlt ist eine Gefahrenabwägung. Ja die Raupen sind mittelgefährlich. Aber es gibt viele gefährliche Dinge. Mit Limo verschluckte Wespen können z.B. auch für Nichtallergiker tötlich sein. Trotzdem bekämpft keiner Wespen. Interessant wäre auch ob man bei Nichtbekämpfung der Spinner mit einer massenhaften Verbreitung rechnen muss. Und so weiter und so fort.

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Plastik Paddy 14.06.2018, 07:54
8. Spritzen nicht möglich

Eine ausgewachsene Eiche im urbanen Umfeld zu spritzen ist technisch nicht möglich. Der Baum muss eingenebelt werden. Als Baumpflegebetrieb sind wir in der Bekämpfung des EPS tätig. Momentan ist nur das Absaugen wirksam mit dem Problem das kleinere Gespinste übersehen werden können.

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Frida_Gold 14.06.2018, 08:38
9.

Zitat von Leser161
Ich bin ja immer für Feuer und Schwert zu haben. Aber das ist doch Teufel mit Beelzebub. Dann bin ich halt die Brennhaare los, hab aber hektar mit Pesizid ....
Wespen sind nun einmal nur gefährlich, wenn sie stechen. Man kann vorbeugen und Stiche ziemlich gut vermeiden. Ich werde nur alle paar Jahre mal gestochen.
Die Haare der Eichenprozessionsspinner sind auch dann allergen, wenn sie schon längst nicht mehr an der Raupe sind. Ein kräftiger Windstoß und schon verteilen sie sich über Gärten und Schulhöfe. Wenn sie erstmal da sind, sind sie da und breiten sich natürlich nach Möglichkeit aus - aber selbst wenn sie sich nicht aktiv ausbreiten, ihre Haare tun es. Durch Wind.

Es geht sicherlich ohne Pestizide, aber das müsste über Jahre konsequent regelmäßig gemacht werden (das beschriebene Absaugen). Dafür müssen Gelder bewilligt werden. Die betroffenen Gemeinden können nichts für den Befall, in meinen Augen ist das Gesundheitsvorsorge und muss vom Bund übernommen werden.

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