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Turbo-Abitur: NRW kehrt zu G9 zurück - weitgehend
DPA

Das Turbo-Abitur in Nordrhein-Westfalen wird flächendeckend abgeschafft - das Beschloss am Mittwoch der Landtag in Düsseldorf. Trotzdem werden wohl nicht alle Gymnasien zu G9 zurückkehren.

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hileute 11.07.2018, 17:07
1. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen,

das es an G8 eigentlich nichts auszusetzen gibt, das sind eher die Eltern die bei dem Thema in Panik verfallen. Auch bei fast allen meiner Schulkameraden hatte ich nicht das Gefühl das das in irgendeiner Weise geschadet hätte

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acculeer 11.07.2018, 17:07
2. zurück zum Schneckenabitur

ob sich dadurch das Bildungsniveau erhöht, wage ich zu bezweifeln. NRW bildet hinsichtlich Pisa bundesweit ein Schlusslicht. Das war auch schon zu G9 Zeiten so. Seinerzeit lebte ich in NRW und mein Sohn bastelte dort sein Abi. Ich sag es ungern, aber mit dem Wissen, mit dem er dort sein Vollabi bastelte, hätte er in der DDR (da komme ich eigentlich her) mit ach und Krach die Abschlussprüfung der 10. Klasse POS geschafft, für das dortige ABI (gab es wie überall in Europa nach 12 Schuljahren) hätte es definitiv nicht gereicht. G8 ist kein turbo- Abi.
Das Hauptproblem sind verweichlichte Anforderungen (Neigungsfächer, z.B entweder Physik oder Biologie zum Abi wählen, richtig wäre sowohl als auch) und fehlender Leistungsdruck. Wenn Hänschen als Kind mit Leistungsdruck nicht umgehen kann, lernt es Hans nimmermehr. Folge: Burnout beim Studium oder spätestens im Berufsleben.
Es wird höchste Zeit, dass die Bildungspolitik in Bundeshände gelegt wird und einheitliche Anforderungen gelten.

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heswer 11.07.2018, 17:12
3. Habe 1946 das Abi nach sechseinhalb Jahren Gymnasium gemacht.

Das war nur möglich, wegen des Krieges. Bin beruflich sehr erfolgreich gewesen. Jedes Jahr mehr wäre sinnlos, da man ja doch alles vergisst.

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Phil2302 11.07.2018, 17:12
4. Lehrermangel

Bin mal gespannt was die Politiker sich ausgedacht, wie der Lehrermangel, der jetzt schon herrscht, in ein paar Jahren abgefangen werden soll, wenn plötzlich ein Jahrgang mehr zu unterrichten ist. Man darf gespannt sein, aktuell scheint noch keine Idee dazu zu existieren. Es grüßt, ein Mangelfachlehrer.

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horst1109 11.07.2018, 17:57
5. Man sollte stets sachlich kommentieren

Zitat von acculeer
ob sich dadurch das Bildungsniveau erhöht, wage ich zu bezweifeln. NRW bildet hinsichtlich Pisa bundesweit ein Schlusslicht. Das war auch schon zu G9 Zeiten so. Seinerzeit lebte ich in NRW und mein Sohn bastelte dort sein Abi. Ich sag es ungern, aber mit dem Wissen, mit dem er dort sein Vollabi bastelte, hätte er in der DDR (da komme ich eigentlich her) mit ach und Krach die Abschlussprüfung der 10. Klasse POS geschafft, für das dortige ABI (gab es wie überall in Europa nach 12 Schuljahren) hätte es definitiv nicht gereicht. G8 ist kein turbo- Abi. Das Hauptproblem sind verweichlichte Anforderungen (Neigungsfächer, z.B entweder Physik oder Biologie zum Abi wählen, richtig wäre sowohl als auch) und fehlender Leistungsdruck. Wenn Hänschen als Kind mit Leistungsdruck nicht umgehen kann, lernt es Hans nimmermehr. Folge: Burnout beim Studium oder spätestens im Berufsleben. Es wird höchste Zeit, dass die Bildungspolitik in Bundeshände gelegt wird und einheitliche Anforderungen gelten.
Ihren Ausführungen kann ich nicht folgen, denn es gibt sicherlich Unterschiede bei der Bewertung von Leistungen, in der Schule, an der Universität und auch am Arbeitsplatz. Dass die Leistungen in Bayern, BW oder in Sachsen anders bewertet werden, lässt sich gegebenenfalls statistisch belegen, einen Hinweis auf die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität gibt es nicht.Zudem sind die Abiturnoten in NWR im Schnitt nicht besser als in vielen anderen Ländern. Was im Unterricht vermittelt wird, ist hingegen von der Lehrkraft abhängig. Dass ein Abiturient aus NRW das 10. Schuljahr der DDR nicht geschafft hätte, scheint ein guter Witz zu sein, der in manchen Bundesländern weiter erzählt wird. Schauen Sie sich doch die Lehrpläne und die Schulbücher der Gymnasien an, wenn Sie ein wenig fachlichen Hintergrund haben, dann wird Ihnen auffallen, dass die im G8 vermittelten Inhalte mit denen von vor 20 Jahren vergleichbar sind. Einzig die Umsetzung des Faches Mathematik, mit der Nutzung des grafikfähigen Taschenrechners, ist nicht so glücklich. Es kommt aber auch hier auf die Gestaltung des Unterrichts an.

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macfan 11.07.2018, 18:27
6. G8

Zitat von hileute
das es an G8 eigentlich nichts auszusetzen gibt, das sind eher die Eltern die bei dem Thema in Panik verfallen. Auch bei fast allen meiner Schulkameraden hatte ich nicht das Gefühl das das in irgendeiner Weise geschadet hätte
Zumindest im Bereich der Rechtschreibung hat es offensichtlich geschadet.

Ein G8-Abitur ist sicher sinnvoll möglich, wenn entsprechend gekürzt wird. Das war aber in NRW nicht der Fall. Dadurch wurde viel Nachmittagsunterricht nötig, damit eine Menge Unterrichtsstoff in kurzer Zeit durchgezogen werden konnte.

Als Lehrer und Vater bin ich sehr froh, dass diese unsinnige Reform endlich wieder zurückgenommen wird.

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TS_Alien 11.07.2018, 18:38
7.

Zitat von acculeer
ob sich dadurch das Bildungsniveau erhöht, wage ich zu bezweifeln. NRW bildet hinsichtlich Pisa bundesweit ein Schlusslicht. Das war auch schon zu G9 Zeiten so. Seinerzeit lebte ich in NRW und mein Sohn bastelte dort sein Abi. Ich sag es ungern, aber mit dem Wissen, mit dem er dort sein Vollabi bastelte, hätte er in der DDR (da komme ich eigentlich her) mit ach und Krach die Abschlussprüfung der 10. Klasse POS geschafft, für das dortige ABI (gab es wie überall in Europa nach 12 Schuljahren) hätte es definitiv nicht gereicht. G8 ist kein turbo- Abi. Das Hauptproblem sind verweichlichte Anforderungen (Neigungsfächer, z.B entweder Physik oder Biologie zum Abi wählen, richtig wäre sowohl als auch) und fehlender Leistungsdruck. Wenn Hänschen als Kind mit Leistungsdruck nicht umgehen kann, lernt es Hans nimmermehr. Folge: Burnout beim Studium oder spätestens im Berufsleben. Es wird höchste Zeit, dass die Bildungspolitik in Bundeshände gelegt wird und einheitliche Anforderungen gelten.
Es bringt nichts, das DDR-Schulsystem zu verklären. Bahnbrechende Leistungen in Forschung und Entwicklung sind mir aus der DDR nicht bekannt. Da hat die Bundesrepublik offensichtlich doch einiges besser gemacht im Schulsystem vor und nach der Wende.

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acculeer 11.07.2018, 19:15
8. Es geht nicht "um die Bewertung von Leistungen"

Zitat von horst1109
Ihren Ausführungen kann ich nicht folgen, denn es gibt sicherlich Unterschiede bei der Bewertung von Leistungen, in der Schule, an der Universität und auch am Arbeitsplatz. Dass die Leistungen in Bayern, BW oder in Sachsen anders bewertet werden, lässt sich gegebenenfalls statistisch belegen, einen Hinweis auf die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität gibt es nicht.Zudem sind die Abiturnoten in NWR im Schnitt nicht besser als in vielen anderen Ländern. Was im Unterricht vermittelt wird, ist hingegen von der Lehrkraft abhängig. Dass ein Abiturient aus NRW das 10. Schuljahr der DDR nicht geschafft hätte, scheint ein guter Witz zu sein, der in manchen Bundesländern weiter erzählt wird. Schauen Sie sich doch die Lehrpläne und die Schulbücher der Gymnasien an, wenn Sie ein wenig fachlichen Hintergrund haben, dann wird Ihnen auffallen, dass die im G8 vermittelten Inhalte mit denen von vor 20 Jahren vergleichbar sind. Einzig die Umsetzung des Faches Mathematik, mit der Nutzung des grafikfähigen Taschenrechners, ist nicht so glücklich. Es kommt aber auch hier auf die Gestaltung des Unterrichts an.
sondern um die Erlangung von Wissen. Nein, es ist kein Witz, dass ein Abiturient (zumindest Abschlussjahr 1998) aus NRW große Mühe gehabt hätte, überhaupt die 10. Klasse an der POS abzuschließen.
Wie die Benotung ausfällt, ist irrelevant. Wichtig ist, wie viel Wissen vermittelt wurde. In NRW konnte man wählen, ob man sein Abi mit Chemie oder Physik macht (sogenannte Neigungsschwerpunkte). Naturwissenschaftliche Fächer waren Hauptfächer und durften in der DDR nicht abgewählt werden. "Was im Unterricht vermittelt wird, ist hingegen von der Lehrkraft abhängig" ..Wenn das so ist, wundert mich nichts mehr. Bin bis jetzt davon ausgegangen, dass das vom Lehrplan abhängig ist, oder gibt es in NRW keinen und wird dort planlos unterrichtet?

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practicus 12.07.2018, 23:28
9. Das Problem

ist doch nicht G8 oder das Schneckenabitur - politisch gewünschte Abi-Quoten von 50%++ (Vorbild Frankreich: 90% ?) funktionieren nur mit einer drastischen Absenkung des Niveaus. Den Stoff in 8 Jahren unterbringen, ist kein Problem, wenn man die Zersplitterung des Unterrichts in vielen Fächern beendet. Warum nich 2-stündige "Orchideenfächer" in einem Trimester mit 10 Wochenstunden für die ganze Stufe erledigen (machen zB die Engländer so)

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