Forum: Kultur
Die Wiedergänger: Und von vorn: Fahnen. Stolz. Boden. Ehre. Heimat.
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Immer wieder beschwören Rechte die Angst, dass Deutschland im Chaos versinken werde. Was man dagegen tun kann? Das völlig Unerwartete im Kapitalismus: nämlich zusammenzuhalten.

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dirk.resuehr 13.01.2018, 09:23
1. Das große Dilemma

Das ist so, die Mehrheit möchte Demokratie und Toleranz und Liberalität. Da werden auch Meinungen und Verhaltensweisen toleriert, die das schamlos ausnutzen und die Werte der Demokratie mißachten und mißbrauchen. Fakt ist auch, daß weder Sozialismus noch Kommunismus Gerechtigkeit gebracht haben und bringen, selbst das Leben ist generell nie gerecht. Selten sind gerade die Guten von Gesundheit gesegnet und von Unglück befreit, Gemein. Daran ändert keine Linke der Welt etwas. Pervers auch, daß gerade die den Verfall einer Kultur bejammern, die weder wissen, was das ist, noch selbst welche haben und das öffentlich durch Worte und Verhalten zeigen.Auch wenns noch eine Minderheit ist, wir haben erlebt, daß wohlfeile Lügen, viel bewegen können. Menschen sind verführbar, also wehret den Anfängen!

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jamguy 13.01.2018, 09:28
2. zusammen halten

Ich sehe nur Zusammenhalte und ggroße dahingehende Bemühungen, von ganz links bis ganz rechts und es ist schwierig ,vielleicht zu schwierig.

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Champagnerschorle 13.01.2018, 09:35
3. keine Sorge

Es ist genau NICHT das Unerwartete, dass der Kapitalismus zusammenhält. In Dresden marschiert die Rechte und wird geduldet. In München gab es in 2015 sofort Gegenveranstaltungen von "München ist bunt". Ergebnis: Keine Naziaufmärsche in München (mehr).
"Der Kapitalismus" sprich: Ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung kennt durchaus die Hintergründe des "Erfolgs" und läßt sich von ein paar Rechten (mögen es um die 15% sein) sicher nicht die Butter vom Brot nehmen (das Bild paßt hier).

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Joe Sarian 13.01.2018, 09:43
4. Geschätzte Sybille Berg,

eine schöne Utopie ist das schon mit dem Zusammenhalten, aber dafür müssten
die meisten Angesprochenen ja erstmal "Erkennen, wie unwichtig man ist", damit
sie sich dafür entscheiden können "Sich vereinigen für ein Ziel, das größer ist als
der private Glaube an die eigene Überlegenheit."
Eine Woche ist da wahrscheinlich etwas zu kurz für Erkenntnis und Umsetzung :o)
Aber grundsätzlich stimme ich Ihrem klugen Gedanken zu.

Nanoo Nanoo
Joe

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mwroer 13.01.2018, 09:44
5.

Es wäre fast lesenswert gewesen aber natürlich muss wieder, egal wie sinnlos und unzutreffend, der Mann als Täter herhalten und plötzlich ist die alte Politik 'die weibliche'. Es geht nicht ohne Feinbild - und das ist, gerade angesichts letzten Absatzes, genau der Punkt an dem die Autorin sich ständig und wie es scheint mit wachsender Begeisterung selbst unglaubwürdig macht.

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oswfra 13.01.2018, 09:57
6. Schön und gut

Zusammenhalten gegen Dumpfheit und Radikalismus schön und gut. Hilft aber nichts wenn dies de facto bedeutet real existierende Probleme nicht mehr ansprechen zu können ohne unter Rechts-Verdacht zu geraten. Zuwanderung ohne Obergrenze geht eben nur mit entsprechendem Zuwachs an Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte, mehr bezahlbarem Wohnraum, bessere Handhabung von Fragen der inneren Sicherheit und Beantwortung der Frage wie denn unser Bildungssystem die neuen Herausforderungen meistern soll. Wenn jeder, der diese Fragen offen stellt schon als Rechts diffamiert wird dann werden mit Sicherheit am Ende die wirklichen Rechten Zulauf erhalten. Die Sorgen von Bürgern sind nicht das Ergebnis von Volksverhetzung sonder von konkreter Lebenserfahrung.

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Lykanthrop_ 13.01.2018, 09:59
7.

Der Kampf gegen Rechts ist notwendiger denn je, wäre schön wenn Frau Berg sich beim nächsten Mal darauf konzentriert und ihre selbstgerechte, feministische Brille absetzt. Man kann mit ihr sicher gut Schnitzel essen gehen, aber einige ihrer Kolumnen voller Vorurteile gleichen dem Stiel rechter Pamphlete. Frei nach dem Motto: Frau Berg wer ist Schuld ? Männer ! Oder: Herr Nazi wer ist Schuld ? Die Ausländer ! Die Muster gleichen sich. Wenn man sich zu sehr den nationalistischen Sirenen ausgesetzt hat, gleicht man seine Denkweise vielleicht an. Es wäre an der Zeit rechten Gedanken den Kampf anzusagen, aber die Großkoalitionäre wursteln lieben weiter und sind der schläfrige Ruhepol mitten im stürmischen Ozean. Der Steuerman richtet sein Segel ruderlos, ohne Kurs nach dem Wind und lässt sich treiben.
Frau Bergs Männerfeindlichkeit sollte wir vielleicht auch nicht mehr so ernst nehmen, dieser pawlowsche Effekt setzt bei ihr ein sobald ihr etwas in den Sinn kommt das in unseren kleinen Welt mies läuft. Wenn sich Feindlichkeiten pathologisiert haben, verstärkt man sie nur, sobald man sie hinterfragt. Ebenso schließen die rechten Rechten, linken Linken, frauen Frauen, männer Männer und kapitale Kapitalisten die Reihen und nehmen die verbale Mistgabel in die Hand, wenn Sie verunsichert werden. Nur eine Frage, ist die Politik von Birgit Kelle auch weiblich ? Und steht es Frau Berg zu etwas in weiblich und männlich einzuteilen ? Ich wünschte wir wären schon jenseits dieser stereotypen, vorurteilsbehafteten Denkweise.
Zum Schluss ihrer Kolumne bekommt Frau Berg wieder etwas die Kurve hin zum Licht. Niemand ist im Besitz der absoluten Wahrheit, aber erzählen Sie das mal der Antifa. Nicht aus jeder guten Absicht wird auch eine gute Kolumne.

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Joe Sarian 13.01.2018, 10:02
8.

Zitat von mwroer
Es wäre fast lesenswert gewesen aber natürlich muss wieder, egal wie sinnlos und unzutreffend, der Mann als Täter herhalten und plötzlich ist die alte Politik 'die weibliche'. Es geht nicht ohne Feinbild - und das ist, gerade angesichts letzten Absatzes, genau der Punkt an dem die Autorin sich ständig und wie es scheint mit wachsender Begeisterung selbst unglaubwürdig macht.
Genau!! Es geht nicht ohne "Feinbild"! ;-)
Da ist Ihnen genau an der richtigen Stelle der Typo unterlaufen. Freudmässig gar. Denn ich habe den Eindruck, daß Sie, aus welchem Grund auch immer, ein Frauenproblem projezieren, wo das Thema ein ganz anderes ist.
Aber, wer's braucht...., den Text macht es nicht im geringsten schlechter. Wenn man ihn in seinem eigentlichen Thema versteht.
Nanoo Nanoo
Joe

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Igelnatz 13.01.2018, 10:05
9. Notwendigkeit

Sich mit Konsum aller Art einzuschränken, um die Welt zu retten, wird erst Gesetz und Zwang werden, wenn es nicht mehr anders geht. Mit rechts und links hat das wenig zu tun. In Deutschland mag der Konsens darüber sogar relativ groß sein. In den USA unter Trump sieht das zur Zeit etwas anders aus. Übrigens prüfe ein jeder seine Ideale an der Realität. Lebe ich das was ich in der Gesellschaft möchte? Wäre es auch eine Lösung für Menschen mit anderen Lebensumständen? Ich habe bei der Autorin das Gefühl, dass es ihr an solchen Tugenden teilweise mangelt. Es überwiegt der Wunsch und die Forderung, ohne im zweiten Schritt die daraus resultierenden Möglichkeiten und Konsequenzen zu bedenken. Wenn man etwas zum Guten ändern möchte, muss man auch zuhören können und verstehen wollen. Gerade bei unangenehmen Themen und gerade vielleicht bei Pegida-Fans. Jedenfalls kann man da sicher manche mit Argumenten auf einen anderen Weg bringen. Mit bloßer Beschimpfung als dumpf sicher nicht. Auch das kann übrigens jeder Bürger in seinem Umfeld bewirken.

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