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Caravaning-Neuheiten: Jetzt ist Schloss!
Bimobil

Die Deutschen reisen gern - und am liebsten im mobilen Eigenheim. Die Caravaning-Branche eilt von einem Rekord zum nächsten, auch, weil die Campingmobile immer luxuriöser ausgestattet werden.

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huz6789 13.01.2018, 08:39
1. Plage

Wohnmobile werden zu einer Plage. Nicht wenige Wohnmobilbesitzer haben zwar eine Menge Geld ins Fahrzeug investiert, vor Ort aber wird gespart, was das Zeug hält. Die Karre wird bei Aldi zu Hause voll gehauen, um möglichst kein Geld im Land lassen zu müssen. Kostenloses Campen neben dem Campingplatz, aber die Infrastruktur nutzen. Das Jedermannsrecht in den Nordländern wird bis zum Anschlag ausgenutzt. Ein Französin sagte mal recht treffend "Viele tanken nur und lassen ihren Müll da".

Das trifft natürlich nicht alle, aber leider immer mehr und mehr. Wenn künftig immer mehr Rentner kommen, die Bedarf nach langem, billigen Urlaub haben, dann wird sich die Lage weiter verschlimmern.

Die Kommunen wehren sich inzwischen mit Durchfahrsperren und mit (teils zu bezahlenden) hässlichen Beton-Abstellplätzen in der Nähe der Glascontainer. Das kann man inzwischen überall in Europa beobachten. Hier endet dann der Traum von der Freiheit. Wollten die Urlauber das ? Wollten wir das ?

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polkupyöränilmapumppu 13.01.2018, 09:15
2. Camping

besitzt seinen Reiz durch seine Einfachheit und der Reduzierung. Beim Camping spielt das Erlebnis mehr im Draußen statt. Bei dem Bling Bling mit seinem schnöden und langweilen Oeuvre eines Möbeldiscountprospekts deutscher Mittelmäßigkeit wird mir übel. Da kann man jedem fetten Fingerabdruck hinterher wischen. Rollende Dekadenz mit Flat-TV ... kann mir echt gestohlen bleiben. Da bleibe ich doch lieber zu Hause.

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Sibylle1969 13.01.2018, 09:16
3.

Wohnmobile sind leider wahnsinnig teuer. Für neue Fahrzeuge mit voller Ausstattung sind oft schon mindestens 60.000 Euro fällig, und selbst für 15-20 Jahre alte, gut gepflegte gebrauchte werden noch Preise aufgerufen, die Wohnmobilurlaub zu einem sehr teuren Vergnügen machen.

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smartphone 13.01.2018, 09:38
4. Strategisches Denken

Nun ,angesichts der exorbitant steigenden Wohnkosten lohnt sich so langsam so ein Nomadenfahrzeug.
Nur muß sich die Behördokratie im SInne "briefkastenwohnsitz" umstellen ...
Man kann ggfs den Arbeitgebern schnell hinterherziehen , braucht kein Zweitauto usw und hat zum Auswandern nach Spanien etc auch seine Bleibe dabei .... Ansonsten ist das wie mit jedem Trend , wenn der Hype beginnt, ist die Sache quasi uninteressant - wie auch bei vielen ach so tollen Pattayas dieser Welt . Es stinkt nach Diesel , gerne auch Abwasser und verbranntem Plastik, wenn das Meer zu arg zugemüllt....
Wenn man als Kundiger weis , daß man so irgendmöglich kein/ nie in ein Paxflieger einsteigt .... Bleibt nur Wohnung oder Mobilwohnen in D CH, Österreich ....

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BuenaBanana 13.01.2018, 09:46
5. Zu 1.

Es steht den skandinavischen Ländern frei eine Vigniette wie in Österreich einzuführen. Plage? Wozu die theatralische Aufregung?

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dirk.resuehr 13.01.2018, 10:02
6. Entwicklung

Interessant. Reisen ist schön, je nach Kohle zu gestalten. Fingen mit einfachem Zelt an. Zelte wurden größer und luxuriöser. Dann kamen Pensionen und danach Hotels mit Steigerungspotential.
Seltsam dieser Hang zum Luxus im Einfachen. Wie wird da gerechnet? Gar nicht? Nehmen wir an, son Luxusmobil kostet 100.000Euro. Für das Geld kann man jahrelang im Hotel wohnen. Umsonst parken ist auch nicht drin, also sinds keine Kostenvorteile, vielmehr Psyche. Steckt in uns allen ein Tinker?

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Stefan_G 13.01.2018, 10:18
7. zu #1

Zitat von huz6789
Wohnmobile werden zu einer Plage. Nicht wenige Wohnmobilbesitzer haben zwar eine Menge Geld ins Fahrzeug investiert, vor Ort aber wird gespart, was das Zeug hält. Die Karre wird bei Aldi zu Hause voll gehauen, um möglichst kein Geld im Land lassen zu müssen. Kostenloses Campen neben dem Campingplatz, aber die Infrastruktur nutzen. Das Jedermannsrecht in den Nordländern wird bis zum Anschlag ausgenutzt. Ein Französin sagte mal recht treffend "Viele tanken nur und lassen ihren Müll da". Das trifft natürlich nicht alle, aber leider immer mehr und mehr. Wenn künftig immer mehr Rentner kommen, die Bedarf nach langem, billigen Urlaub haben, dann wird sich die Lage weiter verschlimmern. Die Kommunen wehren sich inzwischen mit Durchfahrsperren und mit (teils zu bezahlenden) hässlichen Beton-Abstellplätzen in der Nähe der Glascontainer. Das kann man inzwischen überall in Europa beobachten. Hier endet dann der Traum von der Freiheit. Wollten die Urlauber das ? Wollten wir das ?
Wer fährt denn schon freiwillig in die Nordländer, die weder kulturell, noch klimatisch, noch kulinarisch etwas zu bieten haben?

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7p_ 13.01.2018, 10:24
8. Endlich mal wieder...

... über Camping diskutieren. ;)

Meine Familie liebt es, jedes Jahr aufs Neue. Wie mit allem im Leben besteht die Kunst darin, es richtig zu machen. Wenn ich auf Durchreiseplätzen beobachte, dass bei Vielen nach der Anreise die erste Amtshandlung darin besteht, die Schüssel für den TV aufzustellen und auszurichten, drängt sich schon der Eindruck auf, dass diese Leute es eher nicht verstanden haben. Aber das ist kein Problem, weil man diese Menschen nicht auf den wirklich interessanten Plätzen trifft.

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upalatus 13.01.2018, 10:30
9.

Auf Reise zu gehen, mit einem Gefährt, in dem man auch gut schlafen kann und Versorgung bietet, hat was sehr Anziehendes. So gibts Menschen, die dem mit Minimalst frönen, zb. zu zweit in altem Polo Kombi (wie wir mal auf einer Passhöhe miterleben konnten; chapeau!) nebst knackig-knapper, aber völlig bedürfnisabdeckendem Equipment. Zur Nachtzeit wurde das Gepäck nach draussen unter einen Regenschutz verfrachtet, und voila, da war sie, die Liegefläche.

Dagegen erschien unser MittelklasseVan fast als Palast. Zwei Leut können hervorragend drin schlafen, sämtlicher (aber ebenso bedacht gewählte) Ausrüstungskrims über kleinem Gaskocher, Ersatzkartuschen, Ohrstaberln, Waschlappen bis Handcreme plus Ersatzwäsche findet in drei reversiblen Containern Platz, die die Ecken und Schluchten des Innenraums unaufdringlich nutzen (und da wär noch mehr Stauraum...). Noch ein flipdown-Bildschirm am Dachhimmel, und es wird seehr gemütlich unter der Schlafsackdecke. Die geöffnete große Heckklappe schützt bei Bedarf vor Regen und ist per abgespannter Blache erweiterbar und so weiter.

Das Schöne dran ist, dass man dabei größenmäßig als auch preislich im übersichtlichen PKW-Format knackig und voll ausreichend unterwegs ist. Der sog. Luxus findet dann in anderen Bereichen statt..... .

Ich finds eh für einen stressigen Graus, mit größeren Formaten oder gar mit Wohnanhänger in Städten oder engen Bergstrassen herumzuhantieren. Und man braucht keinen dann eigentlich sonst nur rumstehenden Zweitwagen anschaffen, und auch keinen extra Stellplatz für ein Womo daheim, Gasprüfung usw. . Der Spritverbrauch für Campingfahrzeuge liegt (laut Tabelle auf einer Campingseite) bei 15 Litern Diesel Minimum; bei uns sinds fünfeinhalb für 103kw..... .

(Natürlich, vom optischen und spieltrieberischen Gesichtspunkt her, wär zb ein restaurierter alter BW-Diesel-Unimog mit abnehmbarem Canvas-Dach (=Cabrio), schöner Lackierung und mit ausgebautem Alushelteraufbau schlicht verführerisch. Aber halt viel viel zuviel des Guten und Aufwandes für den gleichen Zweck)

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